Archiv für September 2011

Programm Oktober 2011

Di. 4. 10. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Do. 6. 10. Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 7. 10. Night of Short Stories (ab 20:00 Uhr)
Sa. 8. 10. Billard-Turnier (ab 18:00 Uhr)
Di. 11. 10. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Do. 13. 10. Film: Ecümenopolis – Stadt ohne Grenzen (Beginn 19:30 Uhr)
Sa. 15. 10. Spieleabend (ab 19:00 Uhr)
Mo. 17. 10. Film(ausschnitte) + Diskussion: Wagenplatz (ab 19:30 Uhr)
Di. 18. 10. offener Dienstag mit Vokü (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Do. 20. 10. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 21. 10. Transistor (ab 19:00 Uhr, mit Vokü)
Di. 25. 10. offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Infoladen, Bibliothek)
Do. 27. 10. Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 28. 10. Night of Short Stories (ab 20:00 Uhr)

Fr. 21. Okt.: Transistor

[Zeichnung: komischer Typ mit Fluppe]
[Icon: Volxküche]

Die Epoche des Sexismus vernichten!

Im fünften Teil unserer monatlichen Veranstaltungsserie Transistor zeigen wir Ausschnitte aus einem Spielfilm um das Thema Transsexualität. Das weitere Programm des Abends entscheidet sich spontan.

Bree, eine konservative Transsexuelle, lebt in einem Armenviertel in Los Angeles. Sie hat zwei Jobs und spart jeden Cent, den sie verdient, für den letzten operativen Eingriff, der aus ihr endgültig auch äußerlich eine Frau machen soll. Doch nur wenige Tage davor erhält sie überraschend einen Anruf aus New York City. Es ist Toby, ein in Jugendhaft einsitzender 17-jähriger Teenager, der seinen Vater sucht. Schnell wird Bree klar, dass sie durch eine einmalige Affäre, die sie in der Jugend einmal als Stanley hatte, einen Sohn in die Welt gesetzt hat. In einer ersten Reaktion will Bree von dem Jungen nichts wissen, doch dann werden ihr unerwartet Steine in den Weg gelegt: Brees Therapeutin verweigert ihr die Einwilligung zur Operation, solange sie sich nicht mit ihrem Sohn getroffen hat. Damit soll sichergestellt werden, dass sich Bree ihrer Sache hundertprozentig sicher ist.

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.

Text: CC-BY-SA Wikipedia


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Wir suchen:

Falls ihr uns eins davon kostenlos zur Verfügung stellen könntet, meldet euch bitte.

Mo. 17. Okt.: Film(ausschnitte) + Diskussion: Wagenplatz

Bauwagen

Am 17. Oktober beschäftigen wir uns ein weiteres Mal mit dem Thema Wohnen, diesmal mit Wagenplätzen, Wohnsiedlungen aus mobilen Fahrzeugen, meist Bauwagen.

Die heutigen Wagenplätze sind, ähnlich wie viele besetzte Häuser, Orte alternativer Kultur. Diese Wagendörfer entwickelten sich Mitte der 1980er Jahre aus der Hausbesetzerszene. Oft werden Wagendörfer von den Grundbesitzern und Behörden nur geduldet und sind ständig in Gefahr, geräumt zu werden. Bewohner betrachten das Leben in Wagendörfern als einen „Ausstieg aus der konsumorientierten Gesellschaft“ und einen „Schritt hin zu selbstbestimmter Lebensweise“, aber auch als Möglichkeit mobilen Lebens. Man findet auf den Plätzen manche fantasievolle Eigenbauten.

Einige Wagenplätze befinden sich auf illegal besetzten Flächen, andere haben Mietverträge mit der jeweiligen Stadt, fast alle haben einen Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss. Die Bewohner haben diese Wohnform selbst gewählt.

Viele Wagenplätze sind, speziell von konservativer Seite, umstritten. Ein umstrittener Bauwagenplatz war der Bambule-Platz in Hamburg, dessen Räumung einen monatelang anhaltenden Konflikt nach sich zog.

An diesem Abend zeigen wir Ausschnitte aus zwei Dokumentationen über die Räumung des Bambule-Wagenplatzes.

Text: CC-BY-SA Wikipedia


Do. 13. Okt.: Film: Ecümenopolis

Am Donnerstag, den 13. Oktober 2011 beschäftigen wir uns am Beispiel der explodierenden türkischen Metropole Istanbul mit dem neoliberalen Stadtumbau in der Region am Bosporus und mit den Bedingungen für möglichen Widerstand der Bewohner_innen. Nach einer einführenden Runde mit Knut Unger sehen wir den abendfüllenden Dokumentarfilm Ecümenopolis von Imre Azem.

[Foto: Bosporus-Brücke]

Der Dokumentarfilm Ecümenopolis: Stadt ohne Grenzen erzählt in ausdrucksstarken Bildern und mit aufschlussreichen Interviews die Geschichte und die Bedingungen der neoliberalen Zerstörung Istanbuls. Es ist das Istanbul, das in kurzer Zeit von 15 auf 30 Millionen Einwohner_innen wächst. Es ist das Istanbul, wo die Anzahl der Autos von 2 auf 6 Millionen anschwillt. Es ist das Istanbul der Zukunft, das die ganze Region verschlingt. Es ist das Istanbul, mit dem Big Player Monopoly spielen, während sie es in eine Global City verwandeln. Es ist das Istanbul, dass du vorher so nie gesehen hast.

[Foto: Totale Häuser in Istanbul]

Ecümenopolis ist erst Anfang diesen Jahres nach langer Produktionszeit fertiggestellt worden. Mit einer Mischung aus unglaublichen Totalen, schnellen Animationen und ruhigen Interviewpassagen, ist der Film eine Herausforderung für die Kinobesucher. Erschreckend genau seziert Ecümenopolis die Schaltpläne neoliberaler Stadtplanung, die keine Rücksicht auf gewachsene Strukturen und alteingesessene Bewohner_innen nimmt.

[Foto: Hochhäuser in Istanbul]

Bevor wir gemeinsam den Film sehen, veranstalten wir eine einführende Gesprächsrunde mit Knut Unger, der an Ecümenopolis mitgewirkt hat und als Mieteraktivist aus Witten in der Lage ist, einen Bezug zur Situation hiesiger Kommunen herzustellen. Gemeinsam wollen wir besprechen, inwieweit lokaler Widerstand erfolgreich sein kann, wenn maßgebliche Entscheidungen schon lange in supranationalen Zusammenhängen getroffen werden.

[Foto: Slum in Istanbul]

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Habitat Netz e.V. und Mieter_innenverein Witten. Diese Veranstaltung soll der Auftakt zu einer Reihe Urban Revolutions – Internationale Stadt und Wohnkämpfe sein.