Archiv für November 2010

Programm Dezember 2010

Do., 2. 12. Plenum ab 20:00 Uhr
Di., 7. 12. offener Abend ab 19:30 (Infoladen mit Bibliothek)
Mi., 8. 12. Dokumentation: Revolten in einer globalisierten Welt (Beginn 20:00 Uhr)
Do., 9. 12. Plenum ab 20:00 Uhr
Fr., 10. 12. Dokumentation: „An vordersten Fronten – Kriegsalltag in Afghanistan“ (Beginn 20:00 Uhr)
Sa., 11. 12. Homer in Witten ab 20:00 Uhr
Di., 14. 12. offener Abend ab 19:30 (Infoladen mit Bibliothek)
Mi., 15. 12. Vortrag: „Tatmensch aus dem Wiesental“ (Beginn 20:00 Uhr)
Do., 16. 12. Plenum ab 20:00 Uhr
Di., 21. 12. offener Abend ab 19:30 (Infoladen mit Bibliothek)
Do., 23. 12. Plenum ab 20:00 Uhr
Di., 28. 12. offener Abend ab 19:30 (Infoladen mit Bibliothek)
Do., 30. 12. Plenum ab 20:00 Uhr

Fr. 10. Dez.: Dokumentation: „An vordersten Fronten – Kriegsalltag in Afghanistan“

Die Dokumentation des Regisseurs Ashwin Raman soll einen Beitrag, zu der Diskussion über die Beteiligung der Bundeswehr am Hindukusch-Einsatz und den generellen Erfolgschancen einer militärischen Lösung des Konfliktes, leisten. Nach der Dokumentation folgt eine offene Diskussionsrunde.

Fr. 10. Dez. 2010, 20:00 Uhr

Mi. 8. Dez.: Dokumentation: Revolten in einer globalisierten Welt

Was haben die Weltweit über 540 „Ausschreitungen“ alleine im Jahr 2009 gemeinsam? Was wollen uns die Protagonisten dieser Rebellionen (Revolten) sagen?

An drei Beispielen wird diesen und anderen Fragen nachgegangen: Räumung und Zerstörung des Jugendzentrums in Kopenhagen (2007), den dreiwöchigen Ausschreitungen in Griechenland nach der Ermordung eines 15-Jährigen durch einen Polizisten (2008) und einigen Arbeitsaufständen in China. – Brauchen wir eine andere Welt?

Mi. 8. Dez. 2010, 20:00 Uhr

Mi. 15. Dez.: Vortrag: „Tatmensch aus dem Wiesental“

Albert Leo Schlageter – Mythos und Narrativ

[Cover: „Albert Leo Schlageter – ein deutscher Held“]

Beispiel einer zeitgenössischen NS-Publikation

Der Vortrag beschäftigt sich mit der zwischen 1923 und 1945 erschienenen Literatur über den Freikorpskämpfer Albert Leo Schlageter. Schlageter verübte während der Besatzung des Ruhrgebietes durch französische und belgische Truppen Sabotageakte, dafür wurde er von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt und schließlich in Düsseldorf hingerichtet. Von der Weimarer Rechten und den Nationalsozialisten wurde Schlageter daraufhin zum Märtyrer stilisiert.

Der Vortrag thematisiert insbesondere die Funktion der Schlageter-Literatur für den Nationalsozialismus.

Mi. 15. Dez. 2010, 20:00 Uhr

Do. 3. Feb.: Buchvorstellung: „Das Schlachten beenden!“

Zur Kritik der Gewalt an Tieren. Anarchistische, pazifistische und linkssozialistische Traditionen

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Mitherausgeber Lou Marin
[Icon: Volxküche]

Waren die modernen Schlachthäuser von Chicago bis Tula / Russland, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die Epoche der industriellen Schlachtung und Massentierhaltung einläuteten, wirklich eine „humanere Form des Tötens“, wie es damals propagiert wurde? Gibt es überhaupt moderne, „humane“ Formen des Tötens? Leo Tolstoi hat einen dieser modernen Schlachthöfe besucht und war geschockt. Magnus Schwantje hat dann mitten im Ersten Weltkrieg Analysen zum Zusammenhang von Tiermord und Menschenmord veröffentlicht.

[Cover: „Das Schlachten beenden“]

„Von der Schlachtung des Ochsen bis zur Tötung des Menschen ist es nur ein kleiner Schritt“, meinte auch der Anarchist Elisée Reclus und forderte eine anarchistische Moral mit vegetarischer Lebensweise ein.

Erwachsen nicht gerade den Haustieren aus der Tatsache, dass ihnen die Menschen, mit denen sie zusammenleben, oft wichtiger sind als ihre eigene Spezies, Rechte? Das fragt sich die Feministin, Juristin und gewaltfreie Anarchistin Clara Wichmann und stellt so eine Rechtstradition in Frage, die bisher Tiere mit Sachen gleichstellte.

Sozialismus heißt ausbeutungsfreie Gesellschaft“, stellte bereits in den zwanziger Jahren ein prägendes Mitglied des „Internationalen Sozialistischen Kampfbundes“ (ISK) fest und meinte damit, dass auch Tiere frei von Ausbeutung leben sollten.

Seitdem ist in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts international eine neue Jugendszene entstanden, die eine Kultur der veganen Lebensweise praktiziert – das, was heute Tierrechtsbewegung genannt wird. Ihre Inhalte und Aktionskampagnen waren und sind oft Thema kontroverser Diskussionen.

Dieses Buch versucht eine historische Spurensuche vom ersten Auftreten der Idee bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, die zeigt, dass der Veganismus aus einer historischen vegetarischen Bewegung hervorging, die in Anarchismus, Pazifismus, Feminismus, der damaligen Jugendbewegung und des Linkssozialismus bedeutende VertreterInnen hatte.

Leo Tolstoi, Clara Wichmann, Elisée Reclus, Magnus Schwantje u.a.

Das Schlachten beenden!
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2010

Do. 3. Feb. 2011, 19:30 Uhr

Es wird eine Vokü (kostengünstiges veganes Essen) angeboten.