Fr. 21. Nov.: Von Detroit lernen! – Manifest für ein Recht auf Stadt im Ruhrgebiet

Detroit gilt als der Inbegriff der postindustriellen Stadt. Der Rückzug der großen Industrien hat diese Stadt massiv verändert. Auch im Ruhrgebiet begann der Strukturwandel in den 60er Jahren. Doch der Prozess der Deindustrialisierung hat hier sein Ende noch nicht erreicht. Die sozialen Tragödien und der Verfall des Ruhrgebiets werden hinter dem Wortgeklingel „Metropole Ruhr“ oder „Region im Wandel“ versteckt. Wir möchten ihnen hingegen tatsächlich ins Auge sehen: der Armut, der sozialen Segregation, der Abwanderung, dem Leerstand und der Langeweile. Wir wollen dem Vergleich des Ruhrgebiets mit Detroit weder zustimmen noch widersprechen, sondern vielmehr die Frage stellen: Was kann das Ruhrgebiet von Detroit lernen?“

Mit diesen Zeilen beginnt das Manifest »Von Detroit lernen!« mit dem das Netzwerk »Recht auf Stadt – Ruhr« sich in die Debatte über die Zukunft des Ruhrgebiets einmischen möchte. Am 21. November wird das Manifest im Wittener Trotz Allem präsentiert und zur Diskussion gestellt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Das Manifest und weitere Texte sind auf der Homepage von Recht auf Stadt Ruhr zu finden.


Sa. 29. Nov.: Pyjama- und Trashfilmabend

Boom mike

Kramt eure Schlafanzüge raus! Am 29. November wollen wir eine Pyjamaparty steigen lassen und zeigen zu Diskussionszwecken außerdem Ausschnitte aus diversen Trash-Filmen. Der Spaß beginnt ab 20:00 Uhr und wer mag, ist natürlich herzlichst dazu eingeladen, im Pyjama zu erscheinen. Wer keinen solchen präsentieren will, darf aber auch anders gekleidet auftreten.

Was die Verpflegung betrifft, so wird themenspezifisch für Knabberzeug gesorgt.

Wir freuen uns auf einen geselligen und friedvollen Abend.


Programm November 2014

Mo. 3. 11. Antifa-Café: 9. November 1938 (ab 20:00 Uhr, mit Kuchen)
Di. 4. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Tischtennis, Bibliothek)
Mi. 5. 11. Grenzfrei (ab 20:00 Uhr)
Do. 6. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Mo. 10. 11. Krise & Austerität in Europa: Wohnungs- und Stadtkämpfe in Lissabon (ab 20:00 Uhr, mit Essen)
Di. 11. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Tischtennis, Bibliothek)
Mi. 12. 11. Grenzfrei (ab 20:00 Uhr)
Do. 13. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 14. 11. Cocktailabend (ab 20:00 Uhr)
Di. 18. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Tischtennis, Bibliothek)
Mi. 19. 11. Film: Workingman’s Death (ab 18:30 Uhr) – eine Veranstaltung der SDAJ Witten
Mi. 19. 11. Grenzfrei (ab 20:00 Uhr)
Do. 20. 11. Programm-Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 21. 11. Von Detroit lernen! – Manifest für ein Recht auf Stadt im Ruhrgebiet (ab 19:30 Uhr)
So. 23. 11. Veranstaltung mit Georg Roessler
Di. 25. 11. Offener Dienstag (ab 19:30 Uhr)
(Kicker, Billard, Tischtennis, Bibliothek)
Mi. 26. 11. Grenzfrei (ab 20:00 Uhr)
Do. 27. 11. Plenum (ab 20:00 Uhr), davor Putzen & Aufräumen (ab 19:00 Uhr)
Fr. 28. 11. Schwarzer Tresen: Buchvorstellung: Bernd Drücke: Anarchismus hoch 2 (ab 19:00 Uhr, mit Essen)
Sa. 29. 11. Pyjama- und Trashfilmabend (ab 20:00 Uhr)

Fr. 28. Nov.: Schwarzer Tresen: Buchvorstellung: Bernd Drücke: Anarchismus hoch 2

Bernd Drücke LiMesse 2014

Bernd Drücke auf der LiMesse 2014

[Icon: mit Essen]

Soziale Bewegung, Utopie, Realität, Zukunft

Ein Teil der in diesem Sammelband abgedruckten Interviews wurde – zwischen Oktober 2007 und November 2013 – in der Graswurzelrevolution veröffentlicht. Sie wurden für dieses Buch aktualisiert und um weitere Fragen und Antworten erweitert. Die Interviewten stehen libertär-sozialistischen Ideen nahe. Trotzdem richtet sich dieses Buch nicht nur an Anarchistinnen und Anarchisten. Ich hoffe, dass die Gespräche spannend für alle Menschen sind, die neugierig auf emanzipatorische, vom Mainstream abweichende Ideen sind. Denn die Fragen, um die es hier geht, betreffen alle. Wie kann die Menschheit die Herrschaft abschütteln? Wie können wir jegliche Form von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen überwinden und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen stoppen? Wie kann eine nicht-kapitalistische Gesellschaft organisiert werden, die auf Gegenseitige Hilfe, Freie Assoziation, Selbstverwaltung und ein menschengerechtes und naturnahes Leben ohne Chef und Staat aus ist?

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Das Buch und der Vorgänger in der Gustav-Landauer-Bibliothek


Mo. 10. Nov.: Krise & Austerität in Europa: Wohnungs- und Stadtkämpfe in Lissabon

November 2011 Austerity Protest in Lisbon, Portugal
[Icon: mit Essen]

Portugal gehört mit Griechenland, Irland, Spanien, Zypern und Italien zu den europäischen Ländern, die besonders hart von dem weltweiten Zusammenbruch der Finanz- und Immobilienblasen im Jahr 2008 getroffen wurde. Unmittelbarer Grund dafür war auch in Portugal das Platzen einer extremen Bau-, Tourismus- und Immobilienblase, die von globalisierten Finanzinvestoren angeheizt worden war. Viele Menschen, die für ihre Altersversorgung in ein paar überteuerte Häuser investiert hatten, standen nun vor dem nichts. Noch schlimmer erging es vielen ImmigrantInnen, die ihre prekären Jobs verloren und über keinerlei soziale Absicherung verfügten. Die Staatsschulden steigen rapide, mit ihnen die Zinsen für Staatsanleihen. und schnell wurde Portugal einem besonders extremen „Sanierungsfall“ der auf globale Konkurrenz und „Schuldenbremsen“ geeichten Europäischen Union. Die „Troika“ aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und IWF zwang Portugal die Zustimmung zu radikalen Liberalisierungs- und Sparmaßnahmen auf, nicht zuletzt im Immobilien- und Wohnungssektor. Zwangsräumungen von Armensiedlungen oder die erzwungene Umwandlung von traditionellen Lissabonner Wohngebieten in private Hotels gehören zu den lokalen Folgen dieser europäischen Politik.

Dagegen kam es mehrfach zu breiten Krisenprotesten und Generalstreiks, die jedoch immer wieder zusammenbrachen, wenn sich Hoffnungen auf eine schnelle Änderung als verfrüht erwiesen und sich Teile der Bewegung auf Verhandlungen einließen. Heute erscheint Portugal als eine deprimierte Halbkolonie an Rande eines immer „deutscher“ dominierten Europa.

Kann es aus diesem „Schicksal“ einen Ausweg geben? Wie lässt sich ein egalitäres Europa aufbauen? Welche Rolle können darin die lokalen Wohnungs-, Stadt- und Freiraumkämpfe spielen? Und was bedeutet das für die internationale Solidarität?

Mit Rita Silva, Colectivo „Habita!”, Lissabon. Europäisches Bündnis für das Recht auf Wohnen und die Stadt. In Zusammenarbeit mit dem Habitat Netz e. V. und dem MieterInnenverein Witten.

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